Spitzensport, Breitensport, Geselligkeit: "Pilsingers Sprechstunde" bei Traditionsverein "Der Bund"

Spitzensport, Breitensport, Geselligkeit: "Pilsingers Sprechstunde" bei Traditionsverein "Der Bund"

Spitzensport, Breitensport, Geselligkeit: „Pilsingers Sprechstunde“ bei Traditionsverein „Der Bund“

Im Rahmen meiner Reihe „Pilsinger Sprechstunde“ besuche ich Menschen, Institutionen, Vereine und Firmen in München und möchte mit ihnen ins Gespräch kommen, um Sichtweisen, Herausforderungen und Ideen von Ihnen zu erfahren. Auch und gerade in einer Großstadt wie München sind die ehrenamtlich tätigen Traditionsvereine ein Schatz, den wir hüten müssen. Gerade in Großstädten deshalb, weil die Auswahl an Freizeitmöglichkeiten in einem Ballungsgebiet naturgemäß hoch sind – für die alteingesessenen Vereine, die auf Nachwuchs angewiesen sind, ist das eine große Herausforderung. Dies wird allenfalls dadurch etwas gedämpft wird, dass München auch ein Zuzugsgebiet ist.

Der Verein der Königlich Privilegierten Feuerschützengesellschaft „Der Bund“ in München, der eine über 150-jährige Geschichte vorzuweisen hat, wurde mir von 1. Schützenmeister Manfred Moser und von der Schriftführerin Brigitte G. Hölscher vorgestellt und erklärt. Nach Anfängen als Dachverband und mit einer Schießanlage in Steinhausen legte man durch den Umzug nach Allach um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert den Grundstein für eine bis heute andauernde Tradition.

Wichtig ist „Dem Bund“ alle Aspekte eines Schützenvereins gleichermaßen zu leben: Breitensport, Spitzensport und Geselligkeit. Derzeit sind etwa 420 Mitglieder im Verein, die viel zusammen stemmen – zuletzt den Neubau der Luftdruckwaffenhalle im Jahr 2016. Auch die Bandbreite an Sportgeräten ist groß: Luftpistole Luftgewehr, Standard- und Sportpistole sind genauso im Angebot wie Armbrust und – ganz traditionell – Feuerstutzen und Zimmerstutzen.

Ein beeindruckender Verein mit großer Geschichte, der mit Goldmedaillengewinnerin Barbara Engleder 2016 in Rio de Janeiro sogar eine Olympiasiegerin vorweisen kann.

Der Schießsport gibt großartige Impulse für die Gesellschaft -  auf allen Ebenen. Das beginnt im Rahmen der Jugendarbeit:  Gerade für die Jugendlichen ist es wichtig, im Verein Disziplin, Eigenverantwortung und Pflichtbewusstsein zu erwerben – Eigenschaften, die im Schießsport ganz besonders wichtig sind. Die über 150-jährige Geschichte der Königlich Privilegierten Feuerschützengesellschaft „Der Bund“ zeigt auch: „Schütze sein“ bedeutet „Verantwortung übernehmen“! Dieser Gründungsgedanke, der dem Schützenwesen in Deutschland in die Wiege gelegt wurde, ist nach wie vor Leitlinie, die einen beträchtlichen Teil der Bevölkerung mit einschließt: Über 1,3 Mio. Menschen in Deutschland sind in Schützenvereinen organisiert. Der Beitrag, den die Aktiven in den Vereinen im Rahmen unserer aktiven Bürgergesellschaft leisten, ist unbezahlbar. Selbstverständlich sollte sein, dass die öffentliche Hand, die ehrenamtliche Vereinstätigkeit fördert.

Mir ist der Erhalt des Schützenwesens wichtig.  Die Schützen gehören in Deutschland bereits zu den am stärksten durch gesetzliche Regularien betroffene Sportler. Die Feuerschützen sind bereits jetzt die mit am besten überwachten Mitbürger. Forderungen nach weiteren Verschärfungen des Waffenrechts, die die Aktivitäten von Sportschützen beeinträchtigen, stehe ich sehr kritisch gegenüber. Ich danke Manfred Moser und Brigitte Hölscher für die Führung durch die Schießstätte Allach und der Vorstellung des Vereins.

 

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