Beim Google-Entwicklungszentrum in München - "Pilsingers Sprechstunde"

Beim Google-Entwicklungszentrum in München - "Pilsingers Sprechstunde"

Beim Google-Entwicklungszentrum in München – „Pilsingers Sprechstunde“

Wir haben in München eine große Anzahl von Weltfirmen im Bereich der  Zukunftstechnologien – auch deren Sichtweisen sind für eine Stadt wie München wichtig. Im Rahmen meiner Reihe „Pilsingers Sprechstunde“ treffe und besuche ich Menschen, Einrichtungen und Firmen im Wahlkreis und informiere mich über deren Anliegen. Deshalb habe ich letzte Woche bei Google am Standort München vorbeigeschaut.

Google in München gibt es seit über zehn Jahren. Seit einem Jahr existiert das Entwicklungszentrum an der Hackerbrücke mit über 400 Mitarbeitern – beeindruckend. In einem internationalen Team aus über 40 Ländern entwickeln Ingenieure Software für verschiedene Google-Produkte, so ist zum Beispiel der Passwort-Manager des Browsers „Chrome“ ein Produkt „Made in Munich" genauso wie der Datenschutz-Assistent.

München ist als Standort für Google attraktiv wegen des hervorragenden wissenschaftlichen Angebots dank der hiesigen Universitäten, der wirtschaftlichen Infrastruktur und dem enormen Freizeitwert.

Herzlichen Dank an Sabine Frank, Leiterin Regulierung, Verbraucher- und Jugendschutz bei Google, die mich durch die Münchner Zentrale geführt hat. Die Themen Digitalisierung der Wirtschaft, IT- Sicherheit, Datenschutz sowie Netz- und Verbraucherschutzpolitik stehen für Google ganz oben auf der Agenda. Wir haben uns unter anderem über Datenschutz unterhalten, der Problematik mit der Amibivalenz von „Hate Speech“ und Mobbing im Internet. Ein wichtiges Thema für Google ist auch die Internetkompetenz von Kindern – bei der Google vorne mitspielt, zum Beispiel durch das Veröffentlichen von Online-Lernspielen.

Mein Resümee: Die Digitalisierung hat ein ähnliches Potenzial für die Veränderung der Welt wie die Industrialisierung. In vielen Bereichen spielen die Deutschen bei der Digitalisierung vorne mit – leider oft nur als Nutzer. Wir müssen die Chancen der Digitalisierung erkennen und dürfen nicht vor lauten Risikodebatten die Chancen ignorieren – dann werden die meisten Arbeitsplätze und die Wertschöpfung woanders entstehen.

Übrigens: Gerade als Arzt sehe ich enorme Potenziale in der Digitalisierung - durch intelligente Datenverknüpfung, Big Data, digitale Therapieunterstützungssysteme und Effizienzsteigerungen können wir beides schaffen: Gewonnene Lebensjahre und ein besseres Gesundheitssystem gleichermaßen. Da stehen wir vergleichsweise noch am Anfang

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