Die Brücke zurück in ein selbständiges Leben

Die Brücke zurück in ein selbständiges Leben

Die Brücke zurück in ein selbständiges Leben

Interessante Gespräche habe ich geführt beim Haus der Initiative für Menschen ohne Obdach e.V im Stadtbezirk Aubing-Lochhausen-Langwied, der Mitglied im Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V. ist. Leiterin Frau Götz-Schubach hat mir das Haus gezeigt. Beim gemeinsamen Frühstück mit den Heimbewohnern habe ich einen Eindruck von den Abläufen und den Perspektiven der Menschen im Haus bekommen. Derzeit wohnen rund 40 Bewohner in der Einrichtung. Das klare Ziel ist die Wiedereingliederung in reguläre Wohnverhältnisse. Die Aufenthaltsdauer beträgt in der Regel 18 Monate. Der Trägerverein sieht sich als „Brücke von der Obdachlosigkeit in ein selbständiges Wohnen und Gestalten“, alles im Sinne des christlichen Menschenbilds.

 

Ganz oben auf der Liste der Probleme liegt natürlich die Wohnungsnot in München. Der ganze südbayerische Raum gehört zu den am stärksten wachsenden Regionen Deutschlands. München nimmt dabei noch eine Sonderstellung ein – etwa 20.000 Einwohner kommen pro Jahr derzeit dazu, was die Herausforderung auf dem Wohnungsmarkt noch größer macht.

Die Mietkosten werden entweder ganz oder teilweise durch die Bewohner selber oder durch das Amt für Wohnen und Migration München übernommen. Für Sach- und Renovierungskosten ist der Verein auf Spenden angewiesen.

Wichtig ist die sozialpädagogische Begleitung für die Menschen in unterschiedlichsten Problemlagen. Es geht hier um Unterstützung, Betreuung und Begleitung in allen Fragen der praktischen und selbständigen Lebensführung, insbesondere selbständigem Wohnen, aber auch beruflicher Neuorientierung, Weiterbildung und Umschulung. Einen hohen Stellenwert hat die Überwindung einer möglichen Suchtproblematik.

Mit Frau Götz-Schubach und ihrem Mann, Herrn Schubach, habe ich mich neben dem Thema Wohnungsnot auch üb

er die Problematik der Schwarzarbeit, durch die auch Arbeiter im niedrigen Lohnsektor verdrängt werden und über Zeitarbeitsfirmen, bei denen sie stärkere Kontrollen vorschlagen, gesprochen.

In meiner Reihe „Pilsingers Sprechstunde“ besuche ich Menschen, Institutionen, Vereine und Firmen in München um mich über ihre Sichtweisen und Herausforderungen zu informieren.

 

 

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