Gegen die Einführung des Präna-Bluttests als generelle Kassenleistung

Gegen die Einführung des Präna-Bluttests als generelle Kassenleistung

Gegen die Einführung des Präna-Bluttests als generelle Kassenleistung

Ich bin gegen die Einführung des Bluttests für Schwangere als generelle Kassenleistung. Ich plädiere dafür, dass diese nur bei Risikoschwangerschaften übernommen wird. Bei diesen wird bisher eine Fruchtwasseruntersuchung vorgenommen und bezahlt, allerdings ist diese nicht risikofrei. Generelle Bluttests auch außerhalb von Risikogruppen - wohlmöglich unter dem heute schon technisch möglichen kompletten Auslesens des Genoms - wären ein Schritt in die „eugenische Gesellschaft“, in der der Mensch auf seine genetische Veranlagung reduziert wird. Es besteht die Gefahr, dass dann nach und nach alle möglichen Erkrankungspotenziale oder Veranlagungen abgeprüft werden, mit dem Ergebnis von „Trial-and-Error-Designer-Babys“.

Auch heute schon erstattet die Gesetzliche Krankenkasse die Kosten für invasive Fruchtwasseruntersuchungen im Rahmen von Risikoschwangerschaften. Diese Untersuchungen sind jedoch mit einem nicht unerheblichen Risiko von Früh- oder Fehlgeburten verbunden. Nicht vergessen werden sollte, dass z.B. die Ergebnisse der Pränatests bei „Down-Syndrom“ bis zu 18 Prozent falsch sind.

Solange die zur Debatte stehende Erstattungsfähigkeit des pränatalen Bluttests auch weiterhin an das Vorhandensein einer Risikoschwangerschaft geknüpft ist, und in Abklärung derselben Erkrankungen geschieht, sehe ich hier einen deutlichen Vorteil.

 

 

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