Hochkarätige Konferenz beim Sanitätsdienst der Bundeswehr eröffnet

Hochkarätige Konferenz beim Sanitätsdienst der Bundeswehr eröffnet

Hochkarätige Konferenz beim Sanitätsdienst der Bundeswehr eröffnet

In Zeiten, in denen auch bei unserem Koalitionspartner SPD Zweifel aufkommen, ob man zur Bundeswehr steht, sage ich ich: Ich stehe zu unserer Parlamentsarmee und stehe zu unseren Soldaten. Als Mitglied im Gesundheitsausschuss sehe ich mich insbesondere dem Zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr sehr nahe. Dieser Organisationsbereich besteht aus über 20.000 Soldatinnen und Soldaten Rechnerisch gehört jeder neunte Soldat zum Sanitätsdienst - ein großer Anteil der Streitkräfte.

Der Sanitätsdienst der Bundeswehr verfügt dabei über Institutionen mit bemerkenswerten medizinischen Fähigkeiten - eine davon ist das Institut für Pharmakologie und Toxikologie in München, das weltweit ein hohes Ansehen genießt. Bei einem früheren Besuch konnte ich mich bei Institutsleiter, Oberstarzt Prof. Thiermann bereits von den Fähigkeiten überzeugen. Ich freue mich, dass ich vor einigen Tagen die internationale medizinische C-Schutztagung, die "17. Medical Chemical Defense Conference", eröffnen durfte. Es ist eine unbequeme Wahrheit, dass wir uns dem Problem des Einsatzes von chemischen Waffen stellen müssen – sowohl zivil als auch militärisch. Es gehört zur gesellschaftlichen Verantwortung, dass wir Institutionen vorhalten, die über notwendige Expertise auf diesem Gebiet verfügen. Eine Gesundheitsgefährdung durch chemische Waffen ist ein reales Szenario, auf das wir so gut es geht vorbereitet sein müssen, zivile Krankenhäuser müssen dabei von fachlicher Seite unterstützt werden.  In München haben letzte Woche eine Vielzahl von Experten auf diesem Gebiet aus der ganzen Welt getagt, um Forschungsergebnisse zu erläutern und Lösungsansätze zu diskutieren.

Ich denke: Die Sicherheit der Bevölkerung muss an erster Stelle stehen. Wenn es uns um funktionierende Sicherheitssysteme geht, haben wir immer eine besondere Herausforderung: Die vermeintliche Selbstverständlichkeit unserer Sicherheit. Sicherheitssysteme, die funktionieren, müssen die Kosten, die sie verursachen, ständig rechtfertigen. Denn: scheinbar „passiert ja nichts“. Wir sehen das auch beim Kampf um eine ordentliche finanzielle Ausstattung der Bundeswehr im Bundeshaushalt. 2002  wurde vereinbart, dass wir zwei Prozent des Bundeshaushalts in Verteidigungsausgaben stecken. Dieses Ziel ist keine Erfindung der aktuellen US-Administration  – das war lange davor entschieden worden. Für mich ist klar: Wir senden die Bundeswehr als Parlamentsarmee in viele Auslandseinsätze – über 3000 Soldaten tun zur Stunde ihren Dienst in teilweise höchst gefährlichen Einsätzen. Dieses Parlament muss deshalb auch dafür Sorge tragen, dass der im Bundestag verabschiedete Haushalt die notwendige Finanzierung beinhaltet und das wir unseren Beitrag um Rahmen internationaler Verpflichtungen leisten. Dies habe ich auch bei meinen Gesprächen mit dem Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Generaloberstabsarzt Dr. Ulrich Baumgärtner im Reichstag vor wenigen Tagen und bei der Konferenz mit der Kommandeurin der Sanitätsakademie der Bundeswehr, Generalstabsarzt Dr. Gesine Krüger, bekräftigt.

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