Kleine Fläche – Riesenverantwortung: „Pilsingers Sprechstunde“ bei der PI16 am Hauptbahnhof  

Kleine Fläche – Riesenverantwortung: „Pilsingers Sprechstunde“ bei der PI16 am Hauptbahnhof   

Kleine Fläche – Riesenverantwortung: „Pilsingers Sprechstunde“ bei der PI16 am Hauptbahnhof  

Das Thema Sicherheit ist in aller Munde. Mich interessieren dabei auch die Menschen, die für die Sicherheit sorgen. Diese machen einen schwierigen Job für die Gemeinschaft und nicht selten mit viel persönlichem Einsatz weit über das dienstliche Soll hinaus. In meiner Reihe „Pilsingers Sprechsunde“ besuche ich Menschen, Institutionen, Vereine und Firmen in München und komme mit Ihnen ins Gespräch um deren Sichtweisen und Herausforderungen kennenzulernen. Ein wichtiges Anliegen war mir hier, auch bei der Polizei vorbeizuschauen, nämlich bei der Polizeiinspektion 16, die im Gebäude des Münchner Hauptbahnhofes untergebracht ist.

Gesprochen habe ich in der PI16 mit dem Dienstellenleiter Gerhard Lauber, der mir die Inspektion und ihre Arbeit vorstellte:  Ein spezieller Arbeitsort ist die PI16 allemal. Die räumliche Ausdehnung des Einsatzortes ist sehr klein: Das Bahnhofsgelände, und der unmittelbar angrenzenden Verkehrsraum bis Arnulfstraße und Paul-Heyse-Unterführung – das ergibt gerade 0,16 Quadratkilometer. Aber die von der PI16 betreute Anzahl von Menschen ist enorm: Über 400.000 Menschen nutzen das Bahnhofsgelände des nach Hamburg in der Anzahl der Reisenden zweitgrößten Bahnhofs Deutschlands. Und für die ist man zuständig –Wohnbevölkerung ist in dieser Zahl nicht einmal mit einberechnet.

Der Münchner Hauptbahnhof war immer wieder Thema, wenn es um die „Flüchtlingskrise“ ging. Derzeit seien es aus dieser Gruppe lediglich 150-200 Personen im Monat. Auf dem Höhepunkt der Einreise waren es mehrere tausend täglich.

Der Hauptbahnhof ist in den letzten Monaten mit anderen Themen in den Medien aufgegriffen worden: Gerade das Bahnhofsviertel wird immer wieder im Zusammenhang mit Problemen durch Drogendealer, Prostitution, der „Stricherszene“ und der Randale von Betrunkenen thematisiert. Der  Sicherheitsreport der Münchener Polizei zeigt auf den ersten Blick einen deutlichen Anstieg am Bahnhof: Die Gesamtkriminalität nahm dort im Jahr 2016 um 52,6 Prozent auf 4058 Fälle zu. Allerdings muss diese Zahl differenziert betrachtet werden, da es sich hier in vielen Fällen um „Kontrollstraftaten“ handelt – wie die Rauschgiftkriminalität – was bedeutet, dass die reinen Anzahl der statistisch erfassten Fälle steigt, wenn die Polizei stärker kontrolliert. Nachts seien es vor allem Taten im Zusammenhang mit Alkohol, die Probleme bereiteten. Allerdings ist München trotzdem „die sicherste Großstadt Deutschlands“ -  auch mit dem Hauptbahnhof in der Sicherheitsbilanz.

Das Besondere an der PI16 sei das „einmalige Zusammenspiel“ von Landespolizei, Bundespolizei und DB Sicherheit am Bahnhof, hob der Dienststellenleiter hervor. Ich danke Herrn Lauber herzlich für seine Informationen.

Auch im Vorfeld der Bundestagswahl ist das Thema „Innere Sicherheit“ ein zentrales: Für die CSU sind die Sicherheitskräfte, insbesondere die Polizei, eben nicht nur nach fordernden Einsätzen, wie beim „G20-Gipfel“ in Hamburg ein Thema, sondern immer. Innere Sicherheit gehört zum Markenkern bürgerlicher Politik. Wir wollen deshalb – wie im Regierungsprogramm von CDU und CSU festgelegt – einiges dafür tun, um der Polizei die Arbeit zu erleichtern und das Sicherheitsgefühl zu stärken: Wir wollen 15.000 neue Polizisten einstellen und der Polizei ihre Ermittlungsarbeit durch mehr intelligente Videotechnik und eine Erhöhung der Mindestspeicherfristen erleichtern. Wir wollen auch den Fahndungsdruck bei Straßenkriminalität erhöhen. Zudem fordern wir einen erleichterten Zugang zu Kriminalitätsdatenbanken und dass die Schleierfahndung künftig in ganz Deutschland zum Einsatz kommt.

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