Maag/Pilsinger: Rückgang der Organspenden dringend stoppen

Maag/Pilsinger: Rückgang der Organspenden dringend stoppen

Maag/Pilsinger: Rückgang der Organspenden dringend stoppen

Wenngleich die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) aktuell einen erfreulichen Anstieg der Zahl der Organspenden in der ersten Hälfte dieses Jahres verkünden konnte, reichen die Spenden nach wie vor nicht aus. In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der Organspenden sogar rückläufig entwickelt. So gab es im Jahr 2017 bundesweit 797 Organspender, 60 weniger als im Jahr zuvor. Die Gesundheitspolitiker der CDU/CSU-Bundestagsfraktion setzen sich daher dafür ein, diesen Negativtrend zu stoppen und haben ein entsprechendes Positionspapier vorgelegt. Dazu erklären die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karin Maag sowie der zuständige Berichterstatter Stephan Pilsinger:

„Die Entwicklung der Organspendezahlen in den vergangenen Jahren betrachten wir mit Sorge. Als Politiker sind wir hier aufgerufen, Lösungen zu finden. Wir sind davon überzeugt: Wenn wir die Prozesse optimieren, können wir die Organspende in Deutschland stärken.

Ein Blick auf die weltweite Situation zeigt, dass es unterschiedliche Lösungen mit unterschiedlichen Erfolgen gibt. So gibt es Länder, in denen die Zustimmungslösung gilt, die hohe Organspendezahlen aufweisen. In anderen Ländern haben sich die Organspendezahlen trotz der Widerspruchslösung nicht verbessert. Dies legt den Schluss nahe, dass die niedrigen Organspendezahlen auf Probleme im Prozess der Organspende zurückzuführen sind. Hier müssen wir ansetzen.

Konkret soll die Position des Transplantationsbeauftragten gestärkt werden, indem dieser in Krankenhäusern ab einer gewissen Größe prinzipiell freigestellt wird. Zudem müsse darauf geachtet werden, dass sich die Organspende für die Kliniken nicht defizitär gestaltet. Eine bessere Vergütung würde dazu führen, dass der tatsächliche Aufwand besser abgedeckt werden könne.

Auch hält die AG Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion den Einsatz von Organspendebetreuungsteams für sinnvoll, die die Kliniken bei der Feststellung des Hirntods und der Organentnahme unterstützen. Das wäre insbesondere für kleinere Kliniken eine entscheidende Hilfe, um die Organentnahme den strengen Vorgaben gemäß vorbereiten zu können. Natürlich müssen wir aber auch an der Verbesserung der Dokumentation der Organspendebereitschaft ansetzen, damit der Arzt auch weiß, dass er es mit einem potentiellen Organspender zu tun hat. Als mögliche Verbesserung der aktuellen Situation schlagen die AG-Mitglieder unter anderem ein zentrales Register vor. Dort könnten all diejenigen aufgeführt werden, die bereit sind, Organe zu spenden. Drei Jahre nach Verwirklichung der prozessualen Verbesserungen müssen die Maßnahmen dringend evaluiert werden, um auf dieser Grundlage weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Organspendezahlen zu diskutieren.“

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