„Pilsingers Sprechstunde“ im südlichen Bahnhofsviertel  

„Pilsingers Sprechstunde“ im südlichen Bahnhofsviertel   

„Pilsingers Sprechstunde“ im südlichen Bahnhofsviertel  

Einen spannenden Vormittag habe ich verbracht im Supermarkt „Çavuşoğlu Internationale Spezialitäten“ im südlichen Bahnhofsviertel.

Im Rahmen meiner Reihe „Pilsingers Sprechstunde“ informiere ich mich bei Menschen, Institutionen, Verbänden und Firmen über ihre Situation, Herausforderungen und Sichtweisen. Ein wichtiger Punkt für meine politische Arbeit ist die Lage der Gewerbetreibenden in München. Dazu habe ich mich mit Ruhi Çavuşoğlu, dem Inhaber von „Çavuşoğlu Internationale Spezialitäten“ in der Goethestraße gemeinsam mit Nihat Demir, dem stv. Ortsvorsitzenden der CSU Schlachthofviertel, unterhalten – nach dem Motto: „Wo drückt der Schuh‘?“.

Das südliche Bahnhofsviertel ist geprägt von multikultureller Atmosphäre, einer Vielzahl an Hotels, jungen Start-Up Unternehmen und Spielotheken. Das südliche Bahnhofsviertel besitzt ein ganz eigenes Flair. Und es ist ein gewaltiger Wirtschaftsfaktor: Sechzig Prozent aller Münchner Hotelbetten befinden sich hier und auch jede Menge Gewerbetreibende, die einen wertvollen Beitrag zur Bürgergemeinschaft der Stadt München leisten. Das Viertel steht vor gewaltigen Änderungen  - durch den geplanten Neubau des Klinikviertels und natürlich das Bauprojekt Münchner Hauptbahnhof, das auch das gesamte Umfeld des Fernbahnhofs, den 400.000 Menschen täglich nutzen, verändern wird und bedeutsam für den gesamten Stadtbezirk Isarvorstadt-Ludwigsvorstadt ist.

Diskutiert habe ich die Klagen aus der Bevölkerung und einzelner Gewerbetreibender, die mich erreicht haben – viele fühlen sich in ihrem Sicherheitsempfinden beeinträchtigt. Probleme gibt es mit Drogendealern, Prostitution, Randale und mit Betrunkenen. Auffällig sei auch die große Anzahl an Tagelöhnern und Gelegenheitsarbeitern, die sich tagtäglich im südlichen Bahnhofsviertel einfindet.

Priorität hat für mich: Kriminalität muss bekämpft werden! Ich konnte mich bereits an anderer Stelle überzeugen, dass die Polizei hier einen großartigen und schwierigen Job macht. Aber es sind auch andere Akteure gefordert: die Sicherheitsbehörden, Stadt, Bahn und die Verkehrsbetriebe müssen hier an einem Strang ziehen. Wichtig ist, dass wir während der wohl gut zehnjährigen Umbauphase des Hauptbahnhofs, die genannten Probleme genau im Blick haben und dass der Umbau auch in Einklang mit dem restlichen Viertel stattfindet. Die Problembekämpfung in der Gegend sollte nicht zu Lasten der Vielfalt und des Flairs im Viertel gehen.

Auch sollten wir etwas dafür tun, dass die spezielle Atmosphäre des südlichen Bahnhofsviertels erhalten bleibt. Was mir hier besonders auffällt, ist das Gemeinschaftsgefühl der hier Ansässigen, die sich als „große Familie“ sehen. Ich finde, dass wir diesen Gemeinsinn weiter fördern sollten. Dafür möchte ich mit den Bewohnern, Gewerbetreibenden, Beschäftigten und Gästen des südlichen Bahnhofsviertels weiter im Gespräch bleiben. Ich danke Ruhi Çavuşoğlu für das Gespräch und dass er mir seinen Betrieb gezeigt und erläutert hat.

 

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