„Pilsingers Sprechstunde“ im „Münchner Gesundheitsladen“

„Pilsingers Sprechstunde“ im „Münchner Gesundheitsladen“

„Pilsingers Sprechstunde“ im „Münchner Gesundheitsladen“

Im Rahmen meiner Reihe „Pilsingers Sprechstunde“ besuche ich Menschen, Institutionen, Vereine und Firmen im Wahlkreis München-West/Mitte um mehr über ihre Sichtweisen und Herausforderungen zu erfahren. Diesmal ging es mir wieder um das Thema „Gesundheit und Pflege“, beim Besuch des „Münchner Gesundheitsladens e.V.“ Den Gesundheitsladen vorgestellt hat mir Geschäftsführer Peter Friemelt.

Der Gesundheitsladen München e.V. ist ein seit fast 40 Jahren bestehendes gemeinnütziges Beratungs-, Informations- und Kommunikationszentrum, das ehrenamtlich gegründet wurde. Dieses dient als Anlaufstelle für Ratsuchende und für alle, die im Gesundheitswesen aktiv werden wollen, um dieses zu verbessern. Unabhängige Patientenberatung im komplexen Gesundheitswesen gehört zu den wichtigen Aufgaben des „Gesundheitsladens“. Dabei kommen der Aufklärung über Patientenrechte und dem Fungieren als Beschwerdestelle ein besonderer Stellenwert zu. Peter Friemelt hat mir auch die weiteren Tätigkeiten im vielfältigen Spektrum des „Gesundheitsladens“ erläutert, zum Beispiel die Bildungsarbeit in Form von Vorträgen und der Erstellung von Broschüren sowie Wortmeldungen gegenüber der Politik, mit dem Ziel, Patientenrechte zu stärken. Zum Portfolio gehört auch, die Aufmerksamkeit auf Schwerpunktthemen zu lenken, wie beispielsweise ein „Aktionstag gegen Lärm“ im Rahmen der Gesundheitsförderung, bei dem man sich vor allem auf die negativen Auswirkungen von belastenden Hörereignissen widmete.

Da für mich als Arzt Gesundheitsthemen selbstverständlich im Schwerpunkt liegen, war für mich der Infobesuch besonders gewinnbringend. Dabei haben wir viele inhaltliche Schnittmengen festgestellt, zum Beispiel in der Zielsetzung einer humanen Medizin, die den Patienten stärker in den Mittelpunkt rückt. Ich empfinde es selber als verbesserungswürdig, wenn einem als Arzt nur sehr wenig Zeit für das Patientengespräch bleibt, auch weil im modernen Gesundheitsbetrieb sehr viele bürokratische Routineaufgaben durch den Arzt durchgeführt werden müssen. Ein Vorschlag hier Abhilfe zu schaffen, wäre, Pflegern, Krankenpflegehelfern, Krankenschwestern usw. hier mehr „ärztliche Tätigkeiten“ zu übertragen. Die genannten Gruppen haben eine Topausbildung und oft sehr viel Erfahrung, so dass dies uneingeschränkt möglich wäre. Gleichzeitig ist auch eine Verbesserung der Bezahlung dieser Berufsgruppen notwendig.

Peter Friemelt hat mir auch die aktuelle Suche nach einem neuen Domizil für den Gesundheitsladen erläutert, aufgrund der Schließung der aktuellen Räumlichkeiten in den Isarvorstadt– gesucht werden hier Räume innerhalb des Mittleren Rings mit wenigstens 200 Quadratmetern.

 

 

 

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