„Pilsingers Sprechstunde“ - Pionierprojekt „DeinNachbar e.V.“ hilft Bedürftigen und stärkt Gemeinsinn

„Pilsingers Sprechstunde“ - Pionierprojekt „DeinNachbar e.V.“ hilft Bedürftigen und stärkt Gemeinsinn

„Pilsingers Sprechstunde“ – Pionierprojekt „DeinNachbar e.V.“ hilft Bedürftigen und stärkt Gemeinsinn

Wenn Pioniergeist und Unternehmertum mit Gemeinnützigkeit Hand in Hand gehen: Diese Woche war ich zu Gast bei „DeinNachbar e.V.“ – eine tolle Initiative, mit Sitz in Laim, die ein soziales Unterstützungsnetzwerk für München und darüber hinaus schafft. Viele Menschen würden sich sozial engagieren oder in ihrer Freizeit Menschen in ihrem Umfeld unterstützen, wissen aber nicht wo und wie. „DeinNachbar e.V.“ schafft die entsprechende Plattform, die vor allem ältere Menschen, Hilfsbedürftige und pflegende Angehörige entlastet. Die Leistungen umfassen z.B. hauswirtschaftliche Hilfen, Begleitdienste, Pflegeberatung, Gartenarbeiten, technische Hilfe, Betreuungsgruppen usw.

Gesprochen habe ich hier mit Initiator Vereinsvorstand Thomas Oeben im Rahmen meiner Reihe „Pilsingers Sprechstunde“, in der ich Institutionen, Vereine und Firmen besuche und mich über ihre aktuellen Herausforderungen informiere.

2015 startete „DeinNachbar e.V.“ als Beitrag zum bürgerschaftlichen Engagement mit dem Ziel unbürokratischer, handfester Hilfe: Wer bei „DeinNachbar e.V“ mitmacht, erhält Punkte in einem Punktesystem, aus dem er wiederum Unterstützung abrufen kann – das kann auch erst später sein, wenn er selber Hilfe benötigt, oder wenn er es auf Freunde oder Bekannte übertragen möchte, die Unterstützung brauchen. Ein tolles System, gerade in Zeiten des demografischen Wandels und eine intelligente Möglichkeit der privaten Vorsorge. Gesteuert wird alles modern per App, auch das bedeutet: Wenig Bürokratie, schnelle und passgenaue Unterstützung und vor allem „Skalierbarkeit“ – „DeinNachbar e.V.“ soll wachsen und auch in anderen Regionen angeboten werden. Allein durch die Nutzerfreundlichkeit dank digitalisierter, app-gestützter Prozesse wird sicher viel „schlafendes Helferpotenzial“ geweckt. Wer Zeit für Hilfe hat, gibt das in den Kalender ein, die Zuteilung erfolgt nach eingegeben Präferenzen wie Mobilität, Kenntnissen und persönlichen Talenten automatisch – ein effizientes System. Derzeit sind 265 Helfer aktiv und es werden pro Monat 1400 Betreuungsstunden abgeleistet.

„DeinNachbar e.V.“ soll auch soziale Begegnungsstätte in den Räumlichkeiten des Vereins sein, wie mir Her Oeben erläuterte, wo Vorträge und Schulungen für ehrenamtliche Helfer und Hilfsbedürftige angeboten werden. Mitarbeiter aus dem Pflegebereich beraten pflegende Angehörige oder ehrenamtliche Helfer.
„DeinNachbar e.V.“ ist ein großartiges Beispiel für gelebtes Miteinander und Gemeinsinn und wurde bereits im Rahmen der Kampagne „Deutschland. Land der Ideen“ ausgezeichnet.
Mit Thomas Oeben habe ich auch über die mögliche Weiterentwicklung des Netzwerks gesprochen, insbesondere über eine Ausweitung in andere Städte mit eigenen Niederlassungen. Dabei ist man auch mit Partnern und politischen Entscheidungsträgern, z.B. Landräten im Gespräch. Politische Unterstützung ist dabei auch notwendig. Auch ich bleibe gerne im Dialog mit „DeinNachbar e.V.“ und unterstütze das Projekt im Falle meiner Wahl auch als Abgeordneter.

Mehr Infos zum Unterstützernetzwerk gibt es hier: http://www.deinnachbar.de/

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