Vordenker, Urgestein, kritischer Geist – Kundgebung mit Peter Gauweiler

Vordenker, Urgestein, kritischer Geist – Kundgebung mit Peter Gauweiler

Vordenker, Urgestein, kritischer Geist – Kundgebung mit Peter Gauweiler

Ratschläge für junge Politiker von heute, kritische Anmerkungen zur aktuellen Politik und das Gedenken an Helmut Kohl. –  ein Highlight meiner bisherigen Wahlkampagne war die Kundgebung von Dr. Peter Gauweiler im Augustinerkeller. Vor vollem Haus heizte uns der CSU-Vordenker ein, der 1994 zum letzten Mal einer Regierung angehörte und als „CSU-Urgestein“ dennoch immer noch eine der bundesweit bekanntesten CSU-Stimmen ist – dabei immer kantig und immer intellektuell.

„Bayern zuerst“ war das Motto unserer Veranstaltung – ein Slogan unter dem Peter Gauweiler schon im Jahr 2013 Wahlkampf machte, und ein Motto, das zeitlos gültig ist: Jeder Heimatabgeordnete wird versuchen, alles für seine Heimatregion rauszuholen und deshalb fühle auch ich mich Bayern zuerst und München zuallererst verpflichtet.

Ein besonderes Anliegen für die Arbeit im künftigen Deutschen Bundestag sei die Wissenschaftspolitik für die Region München. Wissenschaft und München, das sei eine wichtige Verbindung: „Von allen europäischen Städten ist München die Stadt mit den meisten Nobelpreisträgern des europäischen Kontinents!“ Die Wissenschaft habe bei der CSU immer höchsten Stellenwert gehabt, was Dr. Gauweiler unter anderem belegt mit der Schaffung einer neuen medizinischen Fakultät in Augsburg, die im Dezember 2016 offiziell gegründet wurde -  laut Horst Seehofer ein „Jahrhundertprojekt“. Auch das sei eine Aufgabe im künftigen 19. Deutschen Bundestags: Durchsetzen, dass bayerische Wissenschaftspolitik weiter Ihre positive Wirkung für das ganze Land entfalten könne.

Zentral war Peter Gauweiler das Gedenken an Helmut Kohl und er erzählte in bewegenden Worten von der letzten großen Kundgebung von Kohl in München an die er wehmütig denke. Kohl habe in der Reihe derjenigen, die den Zusammenbruch des Kommunismus und die deutsche Einheit möglich gemacht haben – von Papst Johannes Paul II., über Michail Gorbatschow bis Ronald Reagan und auch Franz Josef Strauß eine besondere Position: „Helmut Kohl wird Teil unseres kulturellen Gedächtnisses bleiben, solange das Brandenburger Tor steht.“ Aus der „Bewegung“ der Freiheitsdemonstrationen in Ostdeutschland innerhalb von weniger als zwölf Monaten die Wiedervereinigung zu erreichen, sei das zentrale Verdienst „dieses Pfälzers“. Gauweiler hob dabei die „Provinzialität“ Kohls hervor – die beispielgebend sei, und die viel positives bewirkt habe. Darum solle auch für uns gelten: „Wir schämen uns unserer Heimat nicht!“

Gauweiler ging auch kritisch auf aktuelle Bundespolitik ein und bekräftigte seine Position hinsichtlich der Beteiligung der Bundeswehr an internationalen Einsätzen: Diese hätten „das Elend in den betreffenden Ländern erhöht“ und den „islamischen Terror beflügelt“. Diese „Auslandsexperimente“ sollten beendet werden, da sie nichts brächten.

Abschließend betonte er die Unabhängigkeit der Abgeordneten der Parlamente, die keine „Auftragsempfänger“ und nur ihrem Gewissen verpflichtet seien. Sein Plädoyer: Diese Unabhängigkeit wieder stärker kultivieren. Passend dazu auch seine Ratschläge an junge Politiker von heute: „Bleibe beruflich von der Politik unabhängig. Du musst auch am Tag danach ungebrochen weiterleben können. Schlage keine zu tiefen Wurzeln in der fremden Stadt Berlin. Lass‘ die große Politik nicht den ,Großen'.“ Sein Ratschlag zum Schluss: „Fürchte niemanden, den lieben Gott aber schon.“

Ich danke Peter Gauweiler herzlich, dass er sich für eine Kundgebung im Rahmen meiner Kampagne Zeit genommen hat. Die vollständige Rede ansehen kann man hier oder auf meiner facebook-Seite:

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