Wohlbehütet bei wohlBEDACHT e.V. – „Pilsingers Sprechstunde“

Wohlbehütet bei wohlBEDACHT e.V.  – „Pilsingers Sprechstunde“

Wohlbehütet bei wohlBEDACHT e.V. – „Pilsingers Sprechstunde“

Die Menschen werden immer älter. Jedes Jahr steigt die durchschnittliche Lebenserwartung um drei Monate.  Ein Resultat dieser Tatsache ist allerdings auch die Zunahme von Demenzerkrankungen, denn je älter die Menschen werden, desto höher ist der Anteil derjenigen, die an typischen Alterserkrankungen leiden – ein Symptom des demografischen Wandels, auf das wir Antworten brauchen. Sind zum jetzigen Zeitpunkt etwas über 1,5 Prozent der Gesamtbevölkerung an Demenz erkrankt, rechnet man bis 2030 mit einem Anstieg auf 2,3 Prozent und bis 2060 auf 3,8 Prozent.

Eine Einrichtung, die sich diesem Thema annimmt, habe ich vor wenigen Tagen in meiner Reihe „Pilsinger Sprechstunde“ besucht: den Projektverein wohlBEDACHT e.V., der sich seit dem Jahr 2000 um selbstbestimmtes Wohnen und Leben von Menschen mit demenziellen Erkrankungen kümmert. Bei „Pilsingers Sprechstunde“ besuche ich Einrichtungen, Firmen, Vereine, Institutionen und natürlich Menschen in München und komme mit Ihnen ins Gespräch, um ihre Sichtweisen und Herausforderungen kennenzulernen.

Worum geht es bei wohlBEDACHT e.V.? Der Verein ermöglicht ein selbstbestimmtes Leben in häuslicher Umgebung in allen Stufen den Demenz - also auch dann, wenn ein Allein-Wohnen nicht mehr möglich ist, nämlich in den eigenen Wohngemeinschaften, mit derzeit 26 Bewohnern. Er berät von Demenz Betroffene und Angehörige, auch in Krisensituationen und bietet eine Nachtbetreuung von Demenzkranken an, auch damit Angehörige Freiräume für eigene Termine bekommen. Zudem sorgt er in der Öffentlichkeit für mehr Aufklärung, was Demenz angeht und macht sich zum Sprachrohr der Betroffenen.

Zum Selbstverständnis von wohlBEDACHT gehört die Wertschätzung, die man den von Demenz Betroffenen entgegenbringt. Dazu gehört auch die persönliche Freiheit der Erkrankten, die zu achten ist, auch wenn die persönliche Sicherheit selbstredend einen hohen Stellenwert hat. Übertriebene Sicherheitsbedenken stoßen bei den Erkrankten auf Unverständnis und Ablehnung. Hier hilft wohlBEDACHT durch erklären und Aufklärung, mit der auch Angehörige besser mit der Erkrankungssituation zurechtkommen.

50 Mitarbeiter sind bei wohlBEDACHT, teilweise in Teilzeit tätig – unterstützt werden diese von 12 ehrenamtlichen Demenzhelferinnen und – helfern. Ich bedanke mich bei Annette Arand und Sonja Brandtner vom Vorstand von wohlBEDACHT e.V., die mir Ihre Institution vorgestellt haben.

 

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