Zu Gast bei den Rettern vom BRK Aubing – „Pilsinger Sprechstunde“

Zu Gast bei den Rettern vom BRK Aubing – „Pilsinger Sprechstunde“

Zu Gast bei den Rettern vom BRK Aubing – „Pilsinger Sprechstunde“

Ein bisschen „wie nach Hause kommen“ ist es, wenn ich dem BRK einen Besuch abstatte. Hier ging es los: Vor 21 Jahren bin ich beim Roten Kreuz Mitglied geworden und habe dort eine Ausbildung zum Sanitäter gemacht. Daraus entsprang dann später auch der Wunsch, Medizin zu studieren. Aber es war nicht nur das Fachliche, weswegen ich gerne zum BRK gegangen bin, sondern auch das gesellige Vereinsleben. Beim BRK habe ich dann quasi das Hobby zum Beruf gemacht.

So habe ich den „Aubinger Sanis“ gerne im Rahmen meiner Reihe „Pilsingers Sprechstunde“ in der Altostraße einen Besuch abgestattet, um mich über ihre Arbeit und aktuellen Herausforderungen zu informiere. Bis 1911 geht die Geschichte der damaligen „freiwilligen Sanitätskolonne Aubing“ zurück – eine stolze Geschichte, die im Jahr 2011 mit einem Festakt zum Hundertjährigen gebührend gefeiert wurde.

Besucht habe ich die Bereitschaft West 3 Aubing während der „Ruhe vor dem Sturm“ – einige Tage vor dem größtem Einsatz im Jahr, dem Dienst auf dem Oktoberfest am letzten Wiesnsamstag - wohlgemerkt ein „Arbeitseinsatz“ im Rahmen der sanitätsdienstlichen Absicherung. Aber auch sonst gibt es jede Menge Veranstaltungen wie Fußballspiele, Konzerte, Theateraufführungen usw., bei denen Sanitäter „für den Fall der Fälle“ anwesend sein müssen, also die sanitätsdienstliche Absicherung übernehmen – das führt das BRK Aubing bis in die Allianz-Arena  oder die Olympiahalle. Ein bewährtes Konzept ist auch der „Helfer vor Ort“ (HvO), bei dem der hauptamtliche Rettungsdienst von ehrenamtlichen qualifizierten Kräften unterstützt wird und die wichtigen Minuten vor Eintreffen der Hauptamtlichen für erste Maßnahmen nutzt. Hier, in diesem Fall im Wachgebiet Aubing-Lochhausen-Langwied, sorgen die HvO Aubing als „First Responder“ für Sicherheit und optimieren so die Rettungskette.

Das BRK Aubing ist auch an der Schnellen Einsatzgruppe (SEG) des BRK für Großschadensereignisse oder Katastrophen, die hoffentlich nie kommen, beteiligt und stellt hierfür ein Mehrzweckfahrzeug mit drei Sanitätern – je nachdem, wer am schnellsten da sein kann. Dieses Konzept ist für Ereignisse gedacht, die durch den normalen Rettungsdienst von der Kapazität nicht so schnell bewältigt werden können.

Auch die Jugendarbeit wird großartig durchgeführt und die jungen Menschen werden so von früh auf an eine sinnvolle Tätigkeit, bei der die Hilfe gegenüber dem Nächsten im Mittelpunkt steht, herangeführt. Erste-Hilfe-Kurse werden angeboten und auch der Blutspendedienst wird durch das BRK Aubing durchgeführt.

Ich danke Bereitschaftsleiter Roland Ahl, der mich durch die BRK-Bereitschaft West 3 Aubing geführt hat.

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