Additive Fertigung als Schlüsseltechnologie der Zukunft

28.Mai 2026 | Aktuelles, München, Pilsingers Sprechstunde, Wahlkreis

Im Rahmen meiner Reihe „Pilsingers Sprechstunde“ war ich zu Besuch bei EOS, einem weltweit führenden Familienunternehmen im Bereich des industriellen 3D-Drucks. Der Besuch hat eindrucksvoll gezeigt, welche Innovationskraft im deutschen Mittelstand steckt und welche Chancen die additive Fertigung für den Wirtschafts- und Technologiestandort Deutschland bietet.

EOS entwickelt und produziert Anlagen, Materialien und Software für die additive Fertigung von Metall- und Kunststoffbauteilen. Die Technologie kommt unter anderem in der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik, der Automobilindustrie sowie im Maschinenbau zum Einsatz. Sie ermöglicht es, hochkomplexe Bauteile ressourcenschonend, präzise und individuell herzustellen – häufig mit geringerem Materialeinsatz und kürzeren Entwicklungszeiten als bei klassischen Fertigungsverfahren.

Beeindruckt hat mich auch die Unternehmenskultur. Als Familienunternehmen denkt EOS langfristig und verbindet wirtschaftlichen Erfolg mit einem klaren Bekenntnis zu Nachhaltigkeit. Bereits bei der Entwicklung neuer Produkte stehen Ressourceneffizienz, Materialeinsparung und energieoptimierte Produktionsprozesse im Mittelpunkt. Gleichzeitig spielt Design eine zentrale Rolle: Bauteile werden nicht mehr für herkömmliche Fertigungsverfahren entworfen, sondern von Anfang an für die Möglichkeiten der additiven Fertigung optimiert.

Spannend war außerdem zu sehen, wie Künstliche Intelligenz zunehmend in die Fertigung integriert wird. KI unterstützt beispielsweise die Qualitätskontrolle, erkennt kleinste Abweichungen während des Produktionsprozesses und trägt dazu bei, höchste Qualitätsstandards sicherzustellen. Damit werden Fertigungsprozesse nicht nur effizienter, sondern auch zuverlässiger.

Im Gespräch wurde deutlich, dass die additive Fertigung als Technologie weltweit zunehmend eine Schlüsselrolle einnehmen wird. Insbesondere die USA investieren gezielt in Forschung, Entwicklung und industrielle Anwendungen dieser Technologie. Deutschland verfügt über hervorragende Unternehmen, exzellente Ingenieurinnen und Ingenieure sowie eine starke Forschungslandschaft. Dennoch laufen wir Gefahr, im internationalen Wettbewerb zurückzufallen, wenn wir Innovationen durch langwierige Genehmigungsverfahren, übermäßige Bürokratie und unzureichende Förderung ausbremsen. Unser Anspruch muss es sein, Zukunftstechnologien nicht im Ausland einzukaufen, sondern sie hier zu entwickeln, zu produzieren und weltweit erfolgreich zu exportieren.

Ich danke dem gesamten Team von EOS herzlich für die spannenden Einblicke und den offenen Austausch. Der Besuch hat einmal mehr gezeigt, welches Potenzial in unserem Mittelstand steckt – und wie wichtig es ist, den Innovationsstandort Deutschland entschlossen zu stärken.

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