Paneltalk: Schutz vor tödlichen Keimen

30.Januar 2026 | Aktuelles, Berlin, Veranstaltungen

Europa braucht eine starke Arzneimittelforschung

Die Bedrohung durch antimikrobielle Resistenzen (AMR) ist eine der stillen, aber gefährlichsten Krisen unserer Zeit. Ohne wirksame Antibiotika verlieren wir die schärfste Waffe der modernen Medizin. Auf Einladung des Magazins „Politico“ und „essity“ hatte ich kürzlich die Gelegenheit, im Journalistenclub des Axel-Springer-Hochhauses in Berlin über genau dieses Thema zu debattieren: Wie schützen wir die Bevölkerung vor tödlichen Keimen?

In der Diskussion, an der ich für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion teilnahm, habe ich zwei Perspektiven eingebracht, die mir besonders am Herzen liegen: die des Gesetzgebers und die des praktizierenden Hausarztes. In meiner täglichen Arbeit in der Praxis sehe ich, wie existenziell ein verantwortungsvoller Umgang mit Antibiotika und eine lückenlose Versorgungssicherheit sind.

Damit wir auch in Zukunft gegen resistente Keime gewappnet sind, müssen wir jetzt politisch umsteuern. Ich setze mich daher massiv für folgende Punkte ein:

  • Investition in Innovation: Wir müssen deutlich mehr Mittel in die Forschung und Entwicklung neuer Wirkstoffe fließen lassen. Deutschland und Europa dürfen hier den Anschluss nicht verlieren.
  • Anreize statt Preisdruck: Die aktuelle Regulierung der Arzneimittelpreise in Deutschland setzt oft die falschen Signale. Wir brauchen ein System, das Innovationen belohnt, statt durch reines Preisdumping Forschung aus dem Land zu treiben.
  • Versorgungssicherheit garantieren: Es ist meine feste Überzeugung, dass wir Strategien brauchen, die eine ununterbrochene Versorgung sicherstellen, damit lebenswichtige Medikamente genau dann da sind, wenn meine Patienten sie brauchen.

Der Abend hat einmal mehr gezeigt: Nur wenn wir den Standort Deutschland für Pharma-Innovationen wieder attraktiv machen, können wir die Gesundheit unserer Bürger langfristig schützen.

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