Im Rahmen meiner Reihe „Pilsingers Sprechstunde“ hatte ich die Gelegenheit, das Werk von Paulaner/Hacker-Pschorr in Langwied zu besuchen und einen spannenden Blick hinter die Kulissen einer der bekanntesten Brauereien Deutschlands zu werfen.
Die Paulaner Brauerei Gruppe ist weit über Bayern hinaus ein Aushängeschild für den Wirtschaftsstandort München. Das Unternehmen exportiert seine Produkte inzwischen in mehr als 80 Länder weltweit und steht damit für bayerische Braukunst auf internationalem Niveau. Umso beeindruckender, welche logistischen und technischen Abläufe hinter der Produktion und dem weltweiten Vertrieb stehen.
Im Gespräch wurden aber auch die Herausforderungen für die Brauwirtschaft deutlich. Der Bierabsatz geht seit Jahren kontinuierlich zurück – ein Trend, der sich nach Einschätzung der Branche langfristig fortsetzen wird. Deshalb entwickelt Paulaner sein Sortiment konsequent weiter und investiert verstärkt in alkoholfreie Getränke – Stichwort „Spezi“. Diese gewinnen sowohl in Deutschland als auch international zunehmend an Bedeutung und eröffnen neue Wachstumsmöglichkeiten.
Gerade Wachstumsmöglichkeiten waren Grund für die Entscheidung, den Produktionsstandort aus der Innenstadt an den Stadtrand zu verlagern. Seit 2015 wird in Langwied gebraut – mit 350 Mitarbeitern am Standort. Leistungsfähige Produktions- und Logistikstandorte sind eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass Unternehmen wie Paulaner auch künftig erfolgreich in München produzieren und Arbeitsplätze sichern können.
Damit der Standort in Langwied auch weiterhin leistungsstark bleibt, braucht es praktikable Lösungen für die bevorstehende Sanierung des Allacher Tunnels. Während der Bauphase gilt es, die Verkehrsbelastungen auf Anwohnerinnen und Anwohner sowie die ansässigen Unternehmen so gering wie möglich zu halten. Entscheidend sind hierfür frühzeitig abgestimmte Entlastungsmaßnahmen und eine enge, verlässliche Kommunikation zwischen der Landeshauptstadt München, den zuständigen Behörden und den betroffenen Betrieben.
Der Besuch hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig der regelmäßige Austausch mit den Unternehmen vor Ort ist. Nur wer die Herausforderungen aus erster Hand kennt, kann sich auch politisch für gute Rahmenbedingungen einsetzen. Ich danke dem gesamten Team von Paulaner herzlich für die Gastfreundschaft, die spannenden Einblicke und die informative Werksführung.





